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an einem italienischen tag
wenn deine fingerkuppen
auf meiner wange ruhen

in der mittagshitze roms
nach erfrischung suchend
an mauern und brunnen

an der küste von ostia
schäumen salzwasserwellen
spülen den abend
noch nicht an land

der morgen ist schon
weggewaschen

I

eine magnolie, die dich streift,
mit ihren frischen blättern
nur kurz nur
wenige frühjahrstage lang

und immer bleibst du
ruhst unbewegt in dir

von meinen händen
von meinen lippen
nimm dir
was du verdienst

in deinen augen sehe ich
mein morgen spiegelt sich
in deinem stahl

II

ein tautropfen fällt
auf deine ebenheit
in ihm dein mond

ich nehm ihn auf
in meine blütenblätter

stahl, der du bist,
in deiner strenge
brichst du mich

bewahr mir
meine jugend

Laue Luft kommt blau geflossen,
Frühling, Frühling soll es sein!
Waldwärts Hörnerklang geschossen,
Mut’ger Augen lichter Schein;
Und das Wirren bunt und bunter
Wird ein magisch wilder Fluß,
In die schöne Welt hinunter
Lockt dich dieses Stromes Gruß.

Und ich mag mich nicht bewahren!
Weit von euch treibt mich der Wind,
Auf dem Strome will ich fahren,
Von dem Glanze selig blind!
Tausend Stimmen lockend schlagen,
Hoch Aurora flammend weht,
Fahr zu! Ich mag nicht fragen,
Wo die Fahrt zu Ende geht!

umsonst nährte ich in meiner seele
verborgene rosen

du wolltest sie nicht

mit zitternder hand muss ich
die dornigen jäten

und salz auf das feld
bringen

wärst du ein schmetterling
mit blauen tupfen
ich knüpfte mein netz
wie eine spinne

dass du dich verfängst
mit deinen flügeln

geschickt sind sie:
mein netz bleibt leer
nur manchmal glitzert darin
ein tautropfen